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Padua

Die Universitaet Padua ist eine der renommiertesten Universitäten Italiens. Sie liegt in der nordostitalienischen Stadt Padua und wurde 1222 gegründet. Sie ist somit eine der ältesten Universitäten Europas und nach Bologna und Modena die drittälteste Universitaet Italiens.

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Johann_Daniel_Major

Die Universitaet Padua ist eine der renommiertesten Universitäten Italiens. Sie liegt in der nordostitalienischen Stadt Padua und wurde 1222 gegründet. Sie ist somit eine der ältesten Universitäten Europas und nach Bologna und Modena die drittälteste Universitaet Italiens.
Auszug aus: Padua Die Basilika des Hl.Antonius und die Stadt - Geschichte und Kunst

1990 - Hrsg. Sergio Cattazzo -Verlag Messaggero Padua




_"Der Universitätspalast oder «Palazzo del Bo'» ist ein großer Komplex aus neuer und alter Architektur. Zuerst war das Gebaeude ein Palast der Papafava, dann ein großes und reiches Gasthaus, im Zeichen des Ochsen, «Hospitium Bovis» («Bo») genannt. 1493 wurde es Bernardo Gil von Valenza, Rektor der Juristen, unter der Bedingung überlassen, daß hier (auf Kosten der Republik Venedig) die öffentlichen Schulen eingerichtet würden.

_Beim Ausbau entstand der alte Innenhof mit doppeltem Säulengang in ionischer und dorischer Ordnung von Andrea Moroni.
Im Erdgeschoß befinden sich die Federico Guella, Carlo Ederle und Ippolito Nievo gewidmeten Hörsäle.

_Vom oberen Säulengang gelangt man links in den Saal der medizinischen Fakultät. An den Wänden sind Bilder berühmter Ärzte aufgehängt. Es sind hier auch zwei Fresken von Achille Funi (1942) zu sehen, «Die Anerkennung schreibt den Namen Morgagnis in das Buch des Ruhms» (Allegorie) und «Die Anatomien».

_Von diesem Saal geht man weiter in das Anatomische Theater, erbaut 1594 von Girolamo Fabrici Acquapendente. Es ist das erste dauerhafte anatomische Theater der Welt. Aufsteigend in sechs elliptischen Rundgängen aus Holz, hat es die Form eines umgekehrten Kegels. Es wurde bis 1872 benutzt, und Morgagni lehrte hier mehr als fünfzig Jahre. Die Natio Germanica Artistarum (deutsche studentische Landsmannschaft) setzte ihm zu Lebzeiten ein Denkmal; Werk des Danieletti (1769).

_An der Ostseite des Säulenganges befindet sich der Eingang zum «Saal der Vierzig» mit den Temperaportraits berühmter Studenten, gemalt von Giacomo dal Fomo, und dem Katheder des Galileo Galilei. Nebenan die Aula Magna mit Deckenfresken von Giulio Carlini: «Die Wissenschaft und die Disziplinen». Der Saal ist reich an Wappen ehemaliger Rektoren, ihrer Ratgeber und Studenten.

_Nahe dem alten Innenhof steht der Turm (1289) der «domus alba» (weißes Haus) der Carraresi. Vom alten gelangt man in den neuen Innenhof, Werk des Architekten Ettore Fagiuoli, mit Hochreliefs. Eines ist von Attilio Selva, das andere, die «Minerva», von Paolo Boldrin.

_Im Erdgeschoß das Heldenatrium und die Treppe, die ins obere Stockwerk mit Rektorat, Saal der Kommissionen, Saal des Akademischen Senats, Basilika (so genannt wegen der dreischiffigen Raumaufteilung), altem Archiv (mit von M. Bartens für das Kloster der hl. Justina geschnitzten Regalen) und anderen Sälen führt.

_Im oberen Säulengang links noch der Saal der juristischen Fakultät."